Auf dem Weg
Dokumentarfilm
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Porträtiert werden die Lebenswege von Aryo Gharabatti aus dem Iran und Mohamad Najjar aus Syrien, die sich beide in der Stadt Pforzhenim treffen.

Aryo Gharabatti

Ohne Übertreibung kann man das Leben von Aryo Gharabatti als bewegt bezeichnen. 1990 flieht er mit seinen Eltern aus dem Iran und kommt nach Deutschland. Doch die Reise geht weiter, zunächst nach England, später nach Amerika. Mit 17 Jahren entscheidet sich Aryo Gharabatti zurückzukehren. In Pforzheim baut er sich eine Existenz auf. Er absolviert eine Ausbildung zum Systemgastronomen. Er hat nette Kollegen, engagiert sich ehrenamtlich beim Stadtjugendring und lernt seine Freundin kennen.

Mohamad Najjar

Im Herbst 2015 erreicht Mohamad Najjar Pforzheim. Eine Reise per Bus und Bahn vom Libanon über die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn liegt hinter ihm. Aus seiner Heimatstadt Aleppo – „dort war es gefährlich“ – ist der 22-Jährige mit seinem Freund und dessen Familie geflohen. Sie leben heute in Schweden. Mohamad Najjar ist in Pforzheim geblieben und hat sich gut eingelebt. Er arbeitet bei Kaiser Metalle, ist als Asylbewerber anerkannt und kann inzwischen sogar kochen.

Der Film ist im Rahmen des interkulturellen Filmprojektes „Pforzheim – Die Mischung macht’s 2017“ als einer von acht Kurzdokumentarfilmen entstanden, die jeweils von verschiedenen Filmemachern produziert wurden. Jedem Film ist ein Abend gewidmet. Am Ende steht der Abschlussabend, an dem alle Filmemacher aufeinandertreffen. Auch wird es eine DVD mit den gesamten Werken geben.

Der Film war am 20. August 2017 im Kommunalen Kino Pforzheim zu sehen mit einer anschließenden Diskussionsrunde, die moderiert wurde von Projektleiterin Mirzeta Haug. Darin wurde von den anwesenden Protagonisten des Filmes und dem Regisseur detaillierter auf inhaltliche Aspekte und Fragen aus dem Publikum eingegangen.

Foto: Robin Daniel Frommer

Regie, Produktion und Schnitt: Timo Dannenhauer
Kamera: Julian Meinhardt
Laufzeit: 22 min
Produktionsjahr: 2017
Format: 1.85:1

Beitrag auf der Website des Kommunalen Kinos Pforzheim
Artikel in der Pforzheimer Zeitung